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Referate

Mag.a Eva Czernohorszky
Das volkswirtschaftliche Potential von Open Government Data: Ein Auftrag für die Wirtschaftsförderung?

W1: Ökonomisches Potential – 11.15 bis 12.15 Uhr (Saal: Robert Barany)


Zentrum für Innovation und Technologie
Prokuristin und Leiterin der Dienstleistungsabteilung
Wien, Österreich

Für die Veröffentlichung von vernetzten und frei zugänglichen Verwaltungsdaten gibt es viele gute Gründe. Vor allem demokratiepolitisch ist dieser Schritt im Sinne von Partizipation und Transparenz eine logische Konsequenz der neuen technologischen Möglichkeiten. Darüber hinaus versprechen OGD Initiativen aber auch ökonomisches Potential. Wie dieses Potential durch wirtschafts- und technologiefördernde Maßnahmen gehebelt werden kann, soll im Rahmen des Vortrags diskutiert werden.

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M.Sc. Lisa Evans
Data journalism in 7 bullet points

P2: Gesellschaftliche Auwirkungen – 11.15 bis 12.15 Uhr (Saal: Freud / Schrödinger)

Objectgroup, Where Does My Money Go?
the guardian, data blog
London, Großbritannien

I’m going to talk around 7 observations about data journalism (listed here http://objectgroup.wordpress.com/2011/03/25/data-journalism/) with the aim of showing what data journalism can do for you.

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Stadträtin Sandra Frauenberger
Eröffnung der OGD2011 Konferenz

Eröffnung – 09.00 bis 09.30 Uhr (Saal: Freud / Schrödinger)

Stadträtin für Integration, Frauenfragen, KonsumentInnenschutz & Personal
Stadt Wien
Wien, Österreich

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Mag. Nikolaus Futter
Wirtschaftliche Aspekte der Nutzung von OGD

W1: Ökonomisches Potential -11.15 bis 12.15 Uhr (Saal: Robert Barany)

Compass-Verlag GmbH
Wien, Österreich

Der Vortrag spannt den Bogen von gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen bis zu den direkten Erfolgen von Unternehmen in der Nutzung von OGD.

„OGD“ ist seit mehr als 20 Jahren ein Thema in Europa, bislang unter dem Stichwort PSI –

Public Sector Information. Im Rahmen der Diskussion um die Schaffung der PSI-Richtlinie wurde von der Europäischen Kommission eine Reihe von Studien zu den volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Freigabe von Daten des öffentlichen Sektors erstellt. Der Vorteil für die wirtschaftliche Entwicklung der europäischen Volkswirtschaften wurde mehrfach betont und war auch die Grundlage für die Schaffung der PSI Richtlinie.

In kaum einem europäischen Land ist dieses wirtschaftliche Potential gehoben worden. Es hat mehr als ein halbes Jahrzehnt gebraucht bis das Bewusstsein für PSI, jetzt unter dem Titel OGD, Eingang in die politische und wirtschaftliche Entwicklung gefunden hat. Nichts desto weniger haben Unternehmen Anwendungen, Produkte und Dienstleistungen geschaffen, die auf Daten des öffentlichen Sektors basieren.

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M.A. Christian Geiger
Open Government (Data) –Bürger und Staat auf Augenhöhe

P1: Einführung und Grundlagen – 09.30 bis 10.45 Uhr (Saal: Freud / Schrödinger)

Zeppelin Universität
Deutsche Telekom Institute for Connected Cities | TICC
Friedrichshafen, Deutschland

Christian Geiger geht in seinem Beitrag zu Open Government (Data) zunächst auf die aktuellen technologischen, gesellschaftlichen und politischen Trends im Bereich der digitalen Medien ein. Vor allem die Debatte um Open Government mit einer neuen Form der Interaktion und der Akzeptanz der Bürger als gleichberechtigte Akteure im staatlichen Geschehen stellen alle Beteiligte vor neue Herausforderungen. Technische, politische, gesellschaftliche, organisatorische und kulturelle Veränderungen müssen bewältigt werden um den Wandel von der bisherigen Ausgestaltung von Government zu Open Government erfolgreich durchzuführen. Veränderungen werden gleichsam aber auch folgen, um mit diesem Wandel umzugehen. Das Ergebnis einer neuen Form von Transparenz, Partizipation, Kollaboration und Innovation im öffentlichen Sektor muss kritisch diskutiert werden. Open Government Data können dabei als notwendige Instrumente für diesen Veränderungsprozess in den Mittelpunkt der Diskussion um eine „offene Staatskunst“ gestellt werden. Anhand anschaulicher Beispiele werden Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken dieses Ansatzes kritisch diskutiert. Abgeschlossen wird der Beitrag von einem Ausblick auf mögliche zukünftige Gestaltungspotenziale auf Seiten des Staates und der Verwaltung.

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Präsentation als PDF zum Download (Track Grundlagen)

Präsentation als PDF zum Download (Track: Europa und OGD)

Manfred Gröber, MBA
Cloud Infrastruktur für Open Data – Internationale Beispiele

W2: Open Data Technologie & Infrastruktur - 13.45 bis 15.00 Uhr (Saal: Robert Barany)

Microsoft Österreich Gmbh
Business Developement Managemer
Öffentlicher Sektor.

Microsoft sieht cloud computing als eine der besten technologischen Optionen, Open Data zu vertretbaren Kosten, sehr rasch und mit offenen Schnittstellen versehen für interessierte BürgerInnen, Softwareentwickler und Behörden ins Web zu bringen. Um die zahlreichen Vorhaben der Regierungen zu unterstützen, hat Microsoft international dafür die Initiative “Open Government Data Initiative” ins Leben gerufen. Es handelt sich dabei um

  • eine Plattform auf Basis “Windows Azure” auf der in der Cloud die Daten gespeichert und zugreifbar gemacht werden können. Es gibt bereits erste Installationen wie Edmonton, Vancouver oder Eye on Earth. Der Source Code dieser Installationen steht als Open Source allen interessierten Verwaltungen kostenfrei zur Verfügung und soll eine rasche Umsetzung von Projekten im Bereich Open Data ermöglichen. Für ausgewählte Testkunden steht bereits heute eine Testinstallation zur Verfügung auf Basis Windows Azure zur Verfügung.
  • Weiters werden alle Werkzeuge und Schnittstellen über Open Source zur Verfügung gestellt, die es ermöglichen verschiedenste Technologien für den Zugriff auf die Daten zu Nutzen.
  • Als Zugriffsstandard kommt Open Data Protocol als offener Standard zum Einsatz.

Microsoft sieht vor allem Cloud Computing aufgrund der „Economy of scale“ und der damit verbundenen Kostenstruktur für die Verwaltungsstelle und der fast unlimitierten Größenordnung der Ressourcen als die Möglichkeit sehr rasch und effizient Projekte von einem Planungsstadium in eine reale Installation überzuführen. Dies wird auch am Beispiel Edmondton und anderen Städten gezeigt.

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Prof. Dr. Jiri Hrebicek, Ph.D.
The status and outreach of open data and open government in the Czech Republic

P3: Europa und Open Government Data – 13.45 bis 15.00 Uhr (Saal: Freud / Schrödinger)

Masaryk Universität
Institute of Biostatistics and Analyses
Brün, Tschechien

Inhalt des Vortrags: folgt in Kürze

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Dr. Katleen Janssen
Legal Issues of Open Government Data: major road blocks or minor bumps in the road?

P1: Einführung und Grundlagen – 09.30 bis 10.45 Uhr (Saal: Freud / Schrödinger)

Universität Leuven
Interdisciplinary Centre for Law & ICT
Leuven, Belgien

Opening up government data involves many different legal rules and holds a number of legal challenges. In this presentation, a short overview will be given of the European legal framework applicable to open government data, and how the law can play a role in the promotion or hindering of open government data. Such legal issues include access to information, licensing and privacy.

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Martin Kaltenböck
OGD2011 – Anforderungsanalyse für Open Government Data in Österreich

P1: Einführung und Grundlagen – 09.30 bis 10.45 Uhr (Saal: Freud / Schrödinger)

Semantic Web Company, OGD Austria
Wien, Österreich

Das, seitens des ZIT (Technologieagentir der Stadt Wien, http://zit.co.at/) unterstützte und durch die Semantic Web Company (SWC, http://www.semantic-web.at) durchgeführte Projekt OGD2011 hat zum Ziel, das Thema Open Government Data (Die Bereitstellung von nicht personenbezogenen, offenen Regierungsdaten in menschen- und maschinenlesbaren Formaten für eine möglichst umfangreiche Wiederverwendung) in Österreich einem breiten Publikum bekannt und zugängig zu machen. Weiters die Anforderungen an Open Government Data in Österreich zu erheben und das Ergebnis dieser Erhebung und Analyse publik zu machen.

Dazu wurden die Anforderungen an Open Government Data in Österreich in 4 Stakeholder Workshops im Februar 2011 seitens der SWC mit Vertreter/innen aus Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung in jeweils 1 tägigen Workshops identifiziert, erhoben und diskutiert. In weiteren knapp 50 bilateralen Gesprächen mit OGD involvierten/interessierten Personen aus dem In- und Ausland wurden diese Anforderungen ebenfalls erhoben und die Analyse vertieft. Das Ergebnis dieser Anforderungsanalyse wird im OGD2011 Weißbuch Österreich im Juli/August 2011 im Verlag der Donauuniversität Krems publiziert.

Kaltenböck präsentiert erstmals Ergebnisse der OGD Anforderungsanalyse bei der OGD2011 Konferenz und zeigt dabei die Potentiale, Chancen und Herausforderungen von Offenen Regierungsdaten aus Sicht der 4 genannten Stakeholder Gruppen und vergleicht diese Sichten. Die Analyse behandelt Bereiche wie Transparenz & Demokratie, rechtliche Rahmenbedingungen, gesellschaftliche & wirtschaftliche Auswirkungen, Kollaboration & Partizipation, datenrelevante Aspekte, Data Governance, Technologie & Infrastruktur, sowie Anwendungen. Abschließend bietet Kaltenböck einen  Ausblick auf Open Government Data in Österreich.

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Folien OGD2011 Begrüssung und Programm

Friedrich Lindenberg
Katalogsysteme und Open Data am Beispiel CKAN

W2: Open Data Technologie & Infrastruktur - 13.45 bis 15.00 Uhr (Saal: Robert Barany)

Liquid Democracy e.V.
Berlin, Deutschland

Spätestens seit dem Start der Seiten data.gov und data.gov.uk sind Datenkataloge als wichtige Komponente einer Open Data-Strategie selbstverständlich. Im Vortrag soll der Datenkatalog CKAN vorgestellt werden, der als technische Basis nicht nur des britischen Portals sondern auch von data.norge.no und dem niederländischen Regierungsportal eingesetzt wird. Dargestellt werden soll dabei auch der Einsatz von CKAN als Community- Portal: welche Rolle kann ein Datenkatalog bei der Arbeit mit offenen Regierungsdaten haben? Wie kann die gemeinsame Arbeit mit Daten durch einen Katalog erleichtert werden? Schließlich soll das publicdata.eu-Projekt vorgestellt werden, in dem aus nationalen und regionalen Quellen ein gesamteuropäischer Datenkatalog entwickelt wird.

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Vlad Manoil
Open Data in Moldova: Journey towards a more transparent Government

P3: Europa und Open Government Data – 13.45 bis 15.00 Uhr (Saal: Robert Barany)

Centrul de Guvernare Electronica
Chisinau, Republica Moldova

The presentation will focus on Moldovan Open Data Program and Roadmap, and will walk you through the early achievements in Open Data done by Moldova and the e-Government Center, including:

  • Launching an open data portal (http://data.gov.md) and a GIS portal (http://geoportal.md);
  • Issuing an Open Data Directive, signed by the Prime Minister;
  • Publication by Ministry of Finance of its entire database on public expenditures.

The speech will also touch upon the mid- and long-term portfolio of activities intended to promote and catalyze the dissemination of open data by public sector agencies and crowd-sourced data, for reuse across Moldovan society.

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Prof.(FH) Dr. Tassilo Pellegrini
Linked Open Government Data als Maßnahme für eine digitale Infrastruktur

W2: Open Data Technologie & Infrastruktur - 13.45 bis 15.00 Uhr (Saal: Robert Barany)

Semantic Web Company GmbH
Head of Research
Wien, Österreich

Inhalt des Vortrags: folgt in Kürze


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Mag. Stefan Pawel
Open Government Data als Teil der Open Commons Region Linz

P4: Best Practise Beispiele: OGD in Österreich – 15.00 bis 16.15 Uhr (Saal: Freud / Schrödinger)

Magistrat Linz
Open Commons Region Linz
Linz, Österreich

Open Government Data ist das Initialprojekt der neu geschaffenen Open Commons Region Linz. Kein anderes Thema steht so für Offenheit, Transparenz und Kreativität und damit für die Prinzipien der Open Commons Region Linz. Mit Initiativen wie Hotspots, Public Space Server, Creative Commons-Kulturförderung und Klickservice übernimmt die Stadt Linz seit einigen Jahren eine Vorreiterrolle im technologischen Bereich.
Mit der Open Commons Region Linz werden nicht nur städtische Daten zur Nutzung frei gegeben, sondern die generelle Freiheit (= open) von digitalen Gemeingütern (= Commons) ist der zentrale Aspekt. Dabei meint Commons das Gemeingut an urheberrechtlich geschützten Werken oder anderer geschützter Artefakte. Bei Open Commons steht die freie Nutzung dieser Artefakte unter festgelegten Bedingungen ohne Entgelt zur Bearbeitung, Vervielfältigung, Verbreitung, Wiedergabe und anderweitiger Nutzung im Vordergrund. Durch die vorgesehene CC Lizenzierung ist eine rechtliche Absicherungen für die AnwenderInnen gegeben. Die vernetzte Informationsgesellschaft braucht freie Software, freie Daten, freies Wissen und freie Kulturgüter um Werke schaffen zu können, die dem Gemeinwohl dienen und ohne ökonomische und rechtliche Barrieren für alle nutzbar sind.
Im ersten Schritt werden städtische Daten veröffentlicht, die der Wirtschaft, der Wissenschaft, der Kultur und somit allen BürgerInnen zur Wiederverwendung und Wiederverwertung zur Verfügung gestellt werden. In Linz soll ein offenes und kreatives Klima im Sinne des Open Commons Gedanken geschaffen werden, das einen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt ermöglicht.

Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS
Der Faktor Infrastruktur für Open Data in Österreich

W2: Open Data Technologie & Infrastruktur - 13.45 bis 15.00 Uhr (Saal: Robert Barany)

Bundesrechenzentrum
Wien, Österreich
Die Bundesrechenzentrum GmbH ist der führende IT-Dienstleister der Österreichischen Bundes­verwaltung. Das Unternehmen verfügt über das größte Verwaltungsrechenzentrum Österreichs und entwickelt, implementiert und betreibt erfolgreich E-Government-Lösungen. Der Schutz der Vertraulichkeit und Integrität sowie die Sicher­stellung der Verfügbarkeit aller der BRZ GmbH anvertrauten Verwaltungs­daten ist dabei eine zentrale Aufgabe des Unternehmens. Das ist auch für Open Government und den Teilbereich Open Government Data wichtig. Die Grundsätze der BRZ GmbH – moderne Technologien und Architekturprinzipien und das Wissen um die Bedürfnisse des Kunden – passen sehr gut in das sehr innovative Feld des Open Government. Entlang der gesamten Wertschöpfung kann die BRZ GmbH auf akzeptierte und (weltweit) führende Software-Lösungen greifen und entwickelt seit langer Zeit auch aktiv im Open Source-Bereich. Mit dem Entwicklungsparadigma “Shared IT Services” bietet die BRZ GmbH ein zukunftsweisendes IT-Konzept an, welches die Effizienz (Kosten+Entwicklung) des IT-Einsatzes erhöht und auch im Bereich Open Government (Data) zum Einsatz kommen soll.

Dr. Rufus Pollock
Open Data: The Road Ahead

P3: Europa und Open Government Data – 13.45 bis 15.00 Uhr (Saal: Freud / Schrödinger)

Centre for Intellectual Property and Information Law
University of Cambridge
Cambridge, Großbritannien

There has been growing interest in many circles, and especially in government, regarding ‘open data’. In this talk he’ll explain what open is, what’s its attraction is, especially for government information, and finally explain how governments and others can ‘go open’. Access to government data is essential to many of the webapps and digital services we’d like to see, from planning a journey to work to knowing where your taxes get spent. As well as  covering the basic what, why, how of open data this talk will look at examples of some of the most interesting work in this area and provide a vision for what developing open data ecosystem could look like.

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Mag. Martin Schiegl
Thesaurus-Management und INSPIRE

P4: Best Practise Beispiele: OGD in Österreich – 15.00 bis 16.15 Uhr (Saal: Freud / Schrödinger)

Geologische Bundesanstalt
FA Geoinformation
Wien, Österreich

Die Richtlinie INSPIRE (2007/2/EG) des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. März 2007 definiert die Schaffung einer Geodateninfrastruktur in der EU. Sie verpflichtet die Mitgliedsstaaten ihre bereits vorhandenen Geodatensätze und -dienste stufenweise interoperabel verfügbar zu machen. Damit soll die Entscheidungsfindung in Bezug auf politische Konzepte und Maßnahmen, die direkte oder indirekte Auswirkungen auf die Umwelt haben können, unterstützt werden. Die Geologische Bundesanstalt (GBA) ist als Institution des öffentlichen Sektors in den Themenbereich Geologie eingebunden. Ob und in welcher Form weitere der 34 Annexthemen – z. B. Mineralische Bodenschätze oder Gebiete mit naturbedingten Risiken –

betroffen sind, muß noch geklärt werden. Das daraus folgende österreichische Geodaten-Infrastrukturgesetz (GeoDIG 2010) hat weitreichende Auswirkungen auf die Geologische Bundesanstalt und eröffnet gleichzeitig die Chance, an den neuesten europäischen und internationalen Entwicklungen bezüglich Harmonisierung, Standardisierung und Interoperabilität von Geodaten und Geodateninfrastrukturen teilzuhaben.

Das bedeutet für die GBA auch, daß sie als Wissensorganisation für den Umgang mit Geodaten ein solideres Fundament schaffen muß. Geodaten, egal ob als GIS-Datensätze oder als Webservice sind heute als eigenständige Produkte mit spezifischer Anwendung und Kundenkreis zu verstehen, und ergänzen die traditionellen Kartendarstellungen. Rein textlich beschreibende Informationen, wie auf geologischen Karten werden erst in Kombination mit ihrer Namens- und Begriffsbildung für Geodatensätze verwendbar. Deshalb ist eine gemeinsame Wissensmodellierung mit internationalen Standards wie z.B. GeoSciML oder INSPIRE-Datenspezifikation notwendig. Mit einem gemeinsamen Begriffskonzept können in weiterer Folge auch alle Geodaten an der GBA strukturiert und vernetzt werden und interoperabel allen internen bzw. externen Usern zugänglich gemacht werden. Für diese „Datenharmonisierung“

sowie für den damit verbundenen Transfer von personengebundenem, fragmentiertem Wissen in explizites und damit kollektives Wissen der Organisation, wurde ein Thesaurus-Management-System zur Wissenrepräsentation angeschafft. Die Funktionen, die das Thesaurus-Management-System erfüllen soll, beinhalten den Aufbau eines kontrollierten Vokabulars (Namensräume zur Datenharmonisierung), und die Schaffung einer Art von Wissensdatenbank (auch Objektklassen und Datenkonzeptionen, mehrsprachige Definitionen). Durch den zukünftigen Einsatz semantischer Technologien stellt sich die GBA auch neuen Herausforderungen bei wissens- und kommunikationsintensiven Arbeitsprozessen, Retrieval-Prozessen oder auch Vernetzungs- und Integrationsvorgängen. Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Software war immer auch die Schaffung von Schnittstellen zur Vernetzung, Abfrage, und Kommunikation (z.B. RDF, SQL, ArcGIS, HTML). Die Herausforderungen bei der Umsetzung liegen einerseits im Bereich der technischen Implementation und in den Prozeßabläufen der Meinungsbildung auf Organisationsebene und andererseits bei der Entwicklung einer Strategie für Akzeptanz und langfristigen Erfolg.

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John Sheridan, MSc
Keynote: Linking UK Government Data

Keynote – 16.45 bis 17.30 Uhr (Saal: Freud / Schrödinger)


Head of e-Services and Strategy
UK Government National Archives
London, Großbritannien

What does it take to create a web of linked government data? With a strong transparency agenda and data.gov.uk the UK Government has been finding out.

This key note address will tell the story of using linked data standards for publishing open government data in the UK and will describe some of the benefits. It explains how Linked Data standards uniquely allow governments to publish data responsibly and why responsible data publishing is so important to the open government data movement.

The presentation will address four key areas:

  • standards for linking government data
  • reference data around which other sources of government data can be linked
  • producing linked data in a government context
  • publishing linked data in ways that make it easy to understand and consume

The address will touch on some of the wider issues around data publishing such as licensing and provenance, as well as the challenges of linked data publishing in particularly areas such geospatial information or statistics. The address will put theoretical considerations into a practical context with examples of projects across different parts of the UK Government.

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Mag. Christof Tschohl
Open Government Data aus Menschenrechtsperspektive (Open Government Data from a Human Rights perspective)

P2: Gesellschaftliche Auwirkungen – 11.15 bis 12.15 Uhr (Saal: Freud / Schrödinger)

Ludwig Boltzmann Gesellschaft
Team Informationsgesellschaft
Wien, Österreich

Seit 1. Dezember 2009 ist die Charta der Grundrechte der Europäischen Union als Teil des Primärrechts verbindlich für die Europäische Union. Die Grundrechte-Charta enthält als moderner Menschenrechts-Katalog in Art 41 ein “Recht auf eine gute Verwaltung” und in Art 42 ein “Recht auf Zugang zu Dokumenten”. [evtl. verzichtbar, falls zu lang: Auch wenn die Grundrechte-Charta zunächst nur Rechtsverbindlichkeit im Bereich des EU-Rechts und dessen Vollzug durch die Mitgliedsstaaten entfaltet, sollten die die einzelnen EU Mitgliedsstaaten in ihrem eigenen Wirkungsbereich nicht hinter dem Niveau der Union zurückbleiben.] Das noch relativ junge Feld des E-Government bietet nun die große Chance, die tragenden Grundsätze einer transparenten Verwaltung bereits in der Konzeption neuer Anwendungen zu implementieren. Ähnlich dem modernen Datenschutzkonzept “Privacy by Design” sollte das Leitmotiv hier “Transparency by Design” lauten.

Aus der Perspektive der Grundrechte ist die Notwendigkeit einer transparenten Verwaltung und der Veröffentlichung von Daten jedoch keinesfalls neu. Vielmehr ist die ausdrückliche Normierung des Transparenzgrundsatzes in der EU Grundrechte-Charta Ausfluss der langjährigen Rechtssprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) in Strassbourg. [evtl. weglassen, falls sonst zu lang: So hat der EGMR beispielsweise bereits in den 1980er Jahren im Fall "Guerra gegen Italien" entschieden, dass aus dem Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens gemäß Art 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) auch die Verpflichtung der Staaten erwächst, Anrainern alle Informationen  über die Emissionswerte einer Industrieanlage offen zu legen.] Gleichzeitig ist darauf bedacht zu nehmen, dass durch die Offenlegung von Daten im Rahmen der öffentlichen Verwaltung nicht eine Verletzung der Privatsphäre einzelner Menschen resultiert. Dort wo die Gefahr einer Kollission mit dem Grundrecht auf Datenschutz besteht, ist eine Abwägung nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit vorzunehmen. Der Vortrag wird den Bogen über die relevanten Grundrechte als Eckpfeiler der praktischen Lösungsansätze zum Open Government Data Konzept spannen.

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Dr. Wilhelm Vogel
Open Government Data (OGD) im Umweltbereich, Angebote und Grenzen der Verfügbarkeit

P4: Best Practise Beispiele: OGD in Österreich – 15.00 bis 16.15 Uhr (Saal: Freud / Schrödinger)

Umweltbundesamt GmbH
Daten und Diagnosen

Wien, Österreich

Die Erhebung von Umweltdaten hat in Österreich eine lange Tradition. Mit der Einführung elektronischer Speicher und Verwaltungssysteme wurden die bis vor drei Jahrzehnten in der Regel räumlich getrennten und oft nur anlassbezogenen Untersuchungen weitgehend systematisiert.  Heute existieren für wesentliche Umweltbereiche maßgeschneiderte und für den Bedarf der Verwaltung optimierte Erhebungsprogramme. Den Vorgaben der sektoralen EU-Regelungen (etwa der Wasserrahmenrichtlinie) folgend werden diese zunehmend weiter ausgebaut und die darauf basierenden Datenbestände durch ergänzende Bestimmungen zur Datenverwaltung (Beispiel INSPIRE) weiter optimiert sowie über das geographische Bezugssystem zusammengeführt. Darüber hinaus werden auf Europäischer Ebene vielfältige Anstrengungen unternommen, europäische Umweltinformationen den Bürgerinnen und Bürgern auch zentral, vor allem über die Europäische Umweltagentur, zugängig zu machen.

Das österreichische Umweltinformationsgesetz normiert nicht nur einen weitgehend freien Zugang zu den Umweltinformationen öffentlicher oder unter öffentlicher Kontrolle stehender Stellen sondern verlangt auch, dass diese in geeigneter Weise aufbereitet und aktiv angeboten werden. Dazu liegt eine Reihe von Beispielen vor.

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Ton Zijlstra
Eine Europäische Perspektive auf OGD. Status Quo, Entwicklungen, Wandel und neue Herausforderungen an die Bürger/innen.

P3: Europa und Open Government Data – 13.45 bis 15.00 Uhr (Saal: Freud / Schrödinger)

Consultant
Enschede, Niederlande

Wie steht es denn um Open Government Data in Europa? Wie weit, oder wie weit hinten sind wir? Welche Entwicklungen sollten uns Hoffnung machen in den kommenden 24 Monaten, und worauf sollten wir bedacht sein? Wie schaffen wir die Transition von ‘closed’ zu ‘open’ government data und ist ‘nichts machen’ folgenlos? Was heisst das für meine/deine Rolle als Bürger/in, und meine/deine Handlungsfähigkeit jetzt in der Übergangsphase?

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Comments (2)

 

  1. Hervorragende Speaker! Schade, dass ich erst jetzt auf die Konferenz aufmerksam geworden bin.

    @Ton, wie kennen uns noch aus der Zeit, als ich das Blog “everything a startup needs” schrieb (easn.de) :)

    Viele Grüße

    Andreas

  2. [...] sie statt: die Open Government Data Konferenz Österreich 2011, im Palais Strudlhof, Wien. Wie die Vortragende Mag.a Eva Czernohorszky treffend zum Thema Stellung nimmt: “Für die Veröffentlichung von vernetzten und frei [...]

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